Markol Cup 2016: „Wetter is, wenn Wetter is“

Der Markol Cup, die Fun-Regatta im Ijsselmeer, ist für einige von uns das erste Segelevent im Jahr und gleich schon ein erster Höhepunkt. So war es auch in diesem Jahr – auch wenn alles unter dem Motto „Wetter is, wenn Wetter is“ stattfand.

Insgesamt waren wir mit drei Crews vertreten: Manfred Braun, der 2015 den Markol Cup holte, mit seiner Crew auf einer Bavaria 46 („Casino Royale“), Horst Röhrig und Crew auf einer Bavaria 36 („Playmate“) und Gabi Knuth auf einer Bavaria 46 (Serena).

Unsere achtköpfige Frauencrew durfte sich über eine nagelneue Yacht freuen – einschließlich noch original verpackter Teile – und stellte bei der „Jungfernfahrt“ am Trainingstag (Freitag) fest: „Läuft eigentlich alles wie geschmiert“. So waren bei der traditionellen Party am Freitagabend alle in bester Stimmung. Einige Segler/innen begeisterten auf der Tanzfläche mit bemerkenswerter Beinarbeit und Ausdauer.

Während sich der Wind am Freitag bei 3 Stärken noch ziemlich zurückhielt, bescherte er am Samstag ein böses Erwachen. Wer nicht schon vom stürmischen Heulen geweckt wurde, erfuhr es spätestens nach der morgendlichen Skipperbesprechung: Regatta für heute abgesagt. Selbst im Hafen kachelte der Wind mit fast 25 kn; auf dem Ijsselmeer stürmte es durchgängig mit 7 bft. und Böen bis 30 kn. Aus der geplanten Wettfahrt nach Medemblik wurde es nichts. Also vergnügten wir uns im Hafen, einige gingen Essen, die anderen zum Strand. Es wurden Käffchen und Cocktails getrunken oder Schlaf nachgeholt.

Dafür herrschten am Sonntag fast ideale Regattabedingungen: Der Wind hatte auf NW gedreht, und brachte perfekte 3-5 bft. Nachdem wir bei Regen und Hagel abgelegt waren, kam später sogar die Sonne durch. Gesegelt wurden zwei Dreieckskurse in der Bucht vor Lemmer. Zum Glück gab es in diesem Jahr trotz neuer Betonnung keine Irritationen wie 2015 (Stichwort: NM). Drehende Winde von West bis (für kurze Zeit) Nord und wechselnde Windstärken hielten uns bei der Segeltrimm auf Trab und brachten jede Menge Spaß.

Am meisten davon hatte natürlich die Frauencrew mit Skipperin Gabi Knuth, die in der Gesamtwertung den 6. Platz belegten und damit Platz 1 in der Vereinswertung des SV Refrath. Aber auch Manfred Braun (Platz 16) und Horst Röhrig (Platz 26) und ihre Crews kamen auf ihre Kosten – schließlich ist Dabeisein bekanntlich alles. Und beim Markol geht es vor allem um eines: Spaß haben. In diesem Sinne noch mal ein großes Dankeschön an die Veranstalter!

Noch eine interessante Info für Statistik-Fans: 34 Crews waren beim Markol Cup am Start, darunter 3 reine Frauen-Crews, von denen wiederum 2 die ersten 6 Plätze belegten. Auf geht’s, Mädels.

 

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